Welche Kulturen sind in den probiotischen Drinks FIT & AKTIV enthalten? nach oben
Das Wort "probiotisch" wird in der Literatur mit "für das Leben" beschrieben und ist dem Wort antibiotisch entgegengesetzt. Probiotische Bakterien können dabei helfen, die natürliche Darmflora zu stärken und somit das Gleichgewicht der Mikroflora zu erhalten bzw. Instabilitäten auszubalancieren. Antibiotika dagegen werden vom Arzt verordnet, um Infektionen und unerwünschte Bakterien im Körper zu beseitigen. Voraussetzung für einen positiven Effekt auf die Gesundheit ist das Überleben der probiotischen Bakterien. Dies bedeutet, dass die Bakterien den Produktionsprozess und die Lagerung des Endproduktes bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum sowie die Passage durch den Magen-Darm-Trakt in ausreichender Menge überleben müssen. Erst dann können sich Probiotika positiv auf die Gesundheit auswirken.
Die dokumentierten probiotischen Stämme LA-5® und BB-12® von Chr. Hansen haben sich seit langer Zeit als sicher erwiesen. Es wurden zahlreiche Forschungsergebnisse in den letzten 20 Jahren über die Wirkung auf die Gesundheit, Sicherheit und Stabilität dieser probiotischen Stämme in Human- und Tierstudien veröffentlicht.
Gesundheitsnutzen:
Beispiele positiver gesundheitlicher Wirkungen von Chr. Hansens probiotischen Kulturen:
• Stimulierung des Immunsystems
• Förderung / Erhaltung des Gleichgewichtes der Darmflora (Hemmung pathogener Mikroorganismen; förderlich nach Antibiotikabehandlungen)
• Verbesserung der Laktose-Verdauung
• Verbesserte Aufnahme von Nährstoffen
• Positive Beeinflussung von Allergien
• Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens
Wofür steht der Garantiestempel? nach oben
Schon seit Jahrzehnten setzen wir bei der Herstellung von Bauer-Produkten auf eine möglichst natürliche Produktion. Das wird seit 1971 mit dem Garantiesiegel dokumentiert.
Gelatine:
Im Großteil unserer Produkte kommt auch keine Gelatine zum Einsatz. Lediglich bei wärmebehandelten Produkten ist Gelatine aus verfahrenstechnischen Gründen notwendig (z.B. „Fru Fru", „Sahnejoghurt thermisiert“ und verschiedenen Desserts). Für diese wird ausschließlich Schweinegelatine eingesetzt. Bei allen anderen Produkten ist der Zusatz von Gelatine aus technologischen Gründen unnötig. Bauer greift hier auf teurere milcheigene Eiweißerzeugnisse zurück. Bei Einsatz von Gelatine wird dieser Zusatz immer auf der Verpackung gekennzeichnet, auch wenn Gelatine in Vorprodukten enthalten sein sollte. In den von Bauer eingesetzten Fruchtzubereitungen ist ebenfalls keine Gelatine verarbeitet. Aktuell arbeiten die Spezialisten bei Bauer daran, auch in den oben genannten Produkten auf den Zusatz von Gelatine zu verzichten.
Enthalten Bauer-Produkte allergene Substanzen? nach oben
Nach den EU-Richtlinien müssen bestimmte potentiell allergene Substanzen auf der Verpackung gekennzeichnet werden. Dabei handelt es sich im folgende Zusätze:
• glutenhaltiges Getreide
• Krebstiere
• Eier
• Fisch
• Erdnüsse
• Soja
• Milch (einschl. Laktose)
• Schalenfrüchte
• Sellerie
• Senf
• Sesamsamen
• Schwefeldioxyd und Sulfite in einer Konzentration von mehr als 10 mg/kg
• Erzeugnisse aus den vorgenannten Rohstoffen
Eine Kennzeichnung kann entfallen, wenn durch die Produktbezeichnung schon erkenntlich ist, dass es eine der aufgezählten potentiell allergenen oder unverträglichen Substanzen enthält.
Werden Bauer Produkte aus Rohmilch hergestellt? nach oben
Nein! Die Milch, die wir für die Herstellung von Käse- und Frischprodukten verwenden, wird einer sogenannten Kurzzeiterhitzung (ca. 74°C, ca. 40 Sek.) unterzogen. Diese Temperatur-Zeit-Bedingungen sind gesetzlich vorgeschrieben und sorgen dafür, dass evtl. in der Rohmilch vorkommende Schadkeime abgetötet werden.
Was bedeutet der Hinweis "enthält eine Phenylalaninquelle"? nach oben
Der Hinweis findet sich auf all den Produkten, die den künstlichen Süßstoff Aspartam enthalten. Aspartam ist ein Süßstoff, der zwar süß wie Zucker schmeckt, aber aus zwei unterschiedlichen Aminosäuren (Eiweißbestandteilen) besteht. Dies sind die beiden Aminosäuren Phenylalanin und Asparaginsäure. Da einige Menschen Phenylalanin gesundheitlich nicht vertragen, hat der Gesetzgeber in der Diätverordnung vorgeschrieben, dass bei Einsatz von Aspartam als Süßstoff ein Hinweis in der genannten Form "enthält eine Phenylalaninquelle" aufgebracht werden muss. Als gesunder Verbraucher verfügt der Körper über ausreichende Mechanismen (Enzyme), um die Aminosäuren in ihre Eiweißbausteine zu zerlegen.
Enthält die Innenbedruckung der Joghurtdeckel antibiotische Substanzen? nach oben
Nein. Die Aluminiumdeckel sind auf der Unterseite mit einem Kunststoffüberzug beschichtet, der es möglich macht, den Deckel mittels Hitze auf dem Kunststoffbecher aufzusiegeln. Da diese Deckel an den Abfüllmaschinen in vorgestanzten Stapeln eingesetzt werden, ist es notwendig, dass sich die glatten Aludeckel leicht voneinander trennen lassen. Dieses wird gewährleistet durch die Aufbringung von kleinen Lacknoppen oder ähnlich erhabenen Lackaufträgen (Bauer-Schriftzug). Hierdurch kann beim Aufnehmen eines Aludeckels die Luft besser zwischen den einen und dem anderen Deckel eintreten und es werden nicht mehrere Deckel gleichzeitig von dem Stapel genommen. Ein Einsatz von Antibiotika hat im Übrigen bei sauren Milcherzeugnissen keinen Sinn, da die üblichen Verderbniskeime bei diesen Produkten eher Hefen und Schimmelpilze sind und die normalen Antibiotika gegen diese Mikroorganismen nicht wirken.
Was bewirkt rechtsdrehende Milchsäure L(+) im Körper? nach oben
Milchsäure hat als Molekül wie einige andere chemische Substanzen eine besondere Eigenschaft: wird sie in einer Lösung mit polarisiertem Licht (d.h. Licht, welches in einer Wellenebene schwingt) bestrahlt, so wird das Licht um einen gewissen Winkel aus dieser Ebene herausgedreht. Die Richtung ist hier entweder im Uhrzeigersinn („rechtsdrehend“) oder gegen den Uhrzeigersinn („linksdrehend“). Diese – für Sie als Verbraucher oder uns als Produzenten eigentlich unwichtige Eigenschaft – ist aber ein besonderes Merkmal der Milchsäure. Chemisch unterscheidet sich nämlich die rechts- von der linksdrehenden Milchsäure nur durch ihr molekulares „Aussehen“. Welche Milchsäure bei der Fermentation gebildet wird, hängt in erster Linie von den zur Säuerung eingesetzten Mikroorganismen, den sogenannten Starterkulturen, ab. Für die wichtigsten zur Säuremilchherstellung eingesetzten Säurenbildner gilt:
1. D(-)-Milchsäurebildner („linksdrehend“) Lactobacillus delbrückii subsp. bulgaricus (100%); Lactobacillus lactis (100%) sowie Leuconostoc-Arten.
2. L(+)-Milchsäurebildner („rechtsdrehend“) sind Streptococcus thermophilus (100%); Bifidobacterium lactio (ca. 95%); Streptococcus lactis (ca. 97%)
Der L(+)-rechtsdrehende- Milchsäure wird insofern eine große Bedeutung zugemessen, als dieses Isomer der Milchsäure im menschlichen Körper schnell und restlos abgebaut wird, D(-)-linksdrehende- Milchsäure dagegen nur ungenügend und sehr langsam. Aber auch bei Berücksichtigung dieser Einschränkung wird im Dauergenuss von D(-)-Milchsäure kein Risiko gesehen.
Welches Lab wird bei Bauer in der Käseherstellung eingesetzt? nach oben
Chymosin ist der aktive Bestandteil des Labferments, der zur Dicklegung der Milch bei der Käseherstellung benötigt wird. Das Enzym Chymosin wird im Labmagen junger Kälber gebildet. Es spaltet bestimmte Milchproteine, was zur Gerinnung von Milch führt. Diese Eigenschaft ist schon seit mehr als 5000 Jahren bekannt und wird bei der Herstellung von Käse traditionell eingesetzt. Dieses tierische Labferment reicht weltweit aber schon lange nicht mehr zur Herstellung der großen Käsemengen (ca. 14 Mio. t pro Jahr) aus: Theoretisch würde man dazu den Extrakt aus 70 Mio. Kälbermägen, an die man ja nur durch Schlachtung der Tiere gelangt, benötigen. Inzwischen gibt es ähnlich wirkende, mikrobielle Enzyme (so genannte Lab-Ersatzstoffe), die inzwischen eingesetzt werden. Als neue Variante kann heute die wirksame Substanz Chymosin auch durch genetisch modifizierte Mikroorganismen produziert werden, denen das Gen zur Produktion in ihre Erbsubstanz eingebaut wurde. Nach aufwendigen Aufreinigungsprozessen erhält man hier eine sehr reine Form des Labenzyms. Ca 70% des Hartkäses wird z.B. in den USA mit so gewonnenem Chymosin produziert. Auch in Deutschland ist dieses Chymosin seit 1997 zugelassen. Auf einen Einsatz wird allerdings auf Grund der momentan noch ausreichend vorhandenen Lab-Ersatzstoffe weitgehend verzichtet. Auch die Käseprodukte bei Bauer wurden mit einem mikrobiellen Lab-Ersatzstoff (kein Chymosin!) produziert und sind insofern auch für Personen geeignet, die Lab mit tierischer Herkunft aus persönlichen Gründen ablehnen.
Welche Nährstoffe enthält die Milch? nach oben
Milch enthält fast alle für den menschlichen Körper wichtigen Nährstoffe. Das sind Eiweiße (Proteine), Fett, Kohlehydrate, Mineralstoffe und Vitamine.
Milcheiweiß – ein Lieferant von lebensnotwendigen Proteinen:
Milcheiweiß weist alle lebensnotwendigen Bausteine des Eiweißes auf. Deswegen sollten Sie Ihre Mahlzeiten am Besten mit Milchprodukten kombinieren.
Milchfett – steigert den Geschmack:
Das in der Milch enthaltene Milchfett ist äußerst bekömmlich und leicht verdaulich. Das Fett ist dabei auch wesentlicher Geschmacksträger der Milch.
Milchzucker – spendet Energie:
Der Milchzucker (Lactose) liefert als Kohlehydrat zusätzliche Energie und hat zudem einen günstigen Einfluss auf Ihre Darmflora.
Calcium und Phosphat – erhalten Knochen und Zähne:
Calcium und Phosphat sind für den Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen unabdingbar.
Vitamine – sind essentiell für den menschlichen Organismus:
Dazu hat die Milch auch noch eine Reihe an Vitaminen zu bieten: Das sind die Vitamine A, D und E. Dazu kommen noch einige Vitamine der B-Gruppe und in geringerer Menge Vitamin C.
Rundum: Die Milch und die aus ihr hergestellten Produkte (wie z.B. Joghurt) haben einiges zu bieten, auf das man nicht verzichten sollte.
Was steckt hinter der Bezeichnung „Joghurt mild“? nach oben
Joghurt ist ein Sauermilchprodukt, das durch Zusatz von sogenannten Starterkulturen aus der pasteurisierten (kurz erhitzten) Milch entsteht. Bei Verwendung von Mischkulturen mit einem Anteil Lactobacillus delbrückii subsp. bulgaricus erhält man ein relativ saures Produkt. Werden hingegen sogenannte mildsäuernde Kulturen, wie die auch bei Bauer eingesetzte Kombination aus Streptococcus thermophilus, Lactobacillus acidophilus und Bifidobacterium lactis eingesetzt, ergibt sich ein milder, angenehm schmeckender Joghurt. Lebensmittelrechtlich wird letzterer auch als „Joghurt mild“ bezeichnet.
Wie können z.B. Kirschkerne in den Fruchtjoghurt gelangen? nach oben
Bauer setzt den meisten Produkten Fruchtzubereitungen von namhaften Herstellern aus dem In- und Ausland zu. Diese Fruchtzubereitungen sollen natürlich z.B. keine Kirschkerne enthalten. Hierfür werden sowohl bei den Herstellern der Fruchtzubereitung als auch bei Bauer ausgeklügelte Kontroll- und Überwachungssysteme eingesetzt. Hier werden sowohl personalintensive Auslesebänder wie auch Röntgenscanner eingesetzt. Dennoch kann es ausnahmsweise vorkommen, dass beim Pflücken, Sammeln und Auslesen der Früchte z.B. Kerne oder Ähnliches übersehen werden.
Wieso sind die Schokosplits herb? nach oben
Im Gegensatz zu normaler Schokolade enthalten die Schokosplits eine Fett-Glasur, dafür aber deutlich weniger Zucker. Durch diesen reduzierten Zuckergehalt schmeckt die Schokolade eher nach einer Halbbitterschokolade.
Wie wird die Milch in der Molkerei bearbeitet? nach oben
Wie Milch zu bearbeiten ist, ist in der Milch-Verordnung gesetzlich vorgeschrieben. Die Milchbearbeitung umfasst die Reinigung, das Erhitzen und das erneute Abkühlen der Milch. Auf dem Bauernhof wird die Milch bereits von größeren Schmutzteilen gereinigt. In der Molkerei wird mittels einer Zentrifuge die Milch zum Einen von allen Schmutzpartikeln über Filter gereinigt, zum Anderen wird durch die Zentrifugalkraft die Milch in Magermilch und Rahm getrennt. Um einen Fettgehalt der benötigten Ausgangsmilch für die verschiedenen Produkte einzustellen, wird im Anschluss der Rahm der Magermilch in genau bestimmten Verhältnissen wieder zugeführt. Die Milch kann dadurch auf Fettgehalte von 0,1% bis 15% – je nach Produkt – eingestellt werden. Für die Joghurtherstellung wird die Milch nach Zusatz von Zucker, Milcheiweißen, etc. aus Sicherheitsgründen nochmals erhitzt. Außerdem wird ein Homogenisierungsschritt zwischengeschaltet, der die Fettkügelchen in der Milch somit zerkleinert, dass sie während der anschließenden Reifung nicht mehr aufrahmen. Nach dieser Behandlung kann die Milch weiter verarbeitet werden.
Wo gibt es noch mehr Informationen rund um das Thema Milch? nach oben
Unter www.meine-milch.de gibt es noch mehr Informationen rund um das Thema Milch und Milcherzeugung.
Welche Anstrengungen unternimmt Bauer, damit die Milch für die Herstellung der Joghurt- und Käseprodukte gentechnikfrei erzeugt wird? nach oben
Schon seit Generationen versuchen wir, unsere Produkte so natürlich wie möglich und im Einklang mit der Umwelt zu produzieren. Ein gutes Beispiel dafür ist die Milch. Als eine der wichtigsten Zutaten für unsere Produkte wird sie seit dem 01. April 2011 ohne Gentechnik erzeugt. Um dies zu gewährleisten, setzen wir schon zu Beginn der Rohstoffkette an und garantieren, dass bei der Milcherzeugung keine gentechnisch veränderten Futtermittel verwendet werden. Gemeinsam mit unseren Milchlieferanten und dem unabhängigen Prüf-Institut LACON GmbH haben wir den Umstellungs- und Zertifizierungsprozess auf gentechnikfreie Futtermittel angestoßen und unser Ziel erreicht. Während des gesamten Prozesses - und auch jetzt nach der erfolgreichen Umstellung - stehen wir unseren Milchlieferanten bei allen Fragen zu gentechnikfreien Futtermitteln zur Seite, geben Hilfestellungen und entwickeln bei Bedarf auch konkrete Empfehlungen. Bei regelmäßigen Kontrollen auf den Höfen werden zudem Proben der Futtermittel entnommen und vom Prüfinstitut LACON GmbH überprüft, damit wir die gentechnikfreie Milcherzeugung auch in Zukunft garantieren können. Wir sind stolz darauf, dass wir als eine der ersten deutschen Molkereien die gesamte, bei uns verarbeitete Milchmenge auf Milch aus gentechnikfreier Fütterung umgestellt haben.